Grundlagen Trabrennen

Grundlagen Trabrennen

Bereits seit dem 18. Jahrhundert finden Trabrennen statt – und bis heute haben sie nichts an ihrer Faszination eingebüßt. Trabrennen haben bis heute einen erheblichen Einfluss auf die Pferdezucht.

Die Traberzucht stellt heute eine internationale Zuchtrichtung dar, bei der die sehr guten Trabereigenschaften der Elterntiere durch Vererbung in jeder Kind-Generation immer weiter gesteigert werden. Zum Vergleich: Junge Pferde mit guten Anlagen sind heutzutage genauso schnell wie die besten Traber vor 50 Jahren.  

Trabrennen sind vor allem in Nordamerika und Europa verbreitet. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass während des gesamten Rennens nur eine einzige Gangart, der Trab erlaubt ist.

Klassische Trabrennen werden im Sulky gefahren, einem 2-rädrigen Rennwagen, der mit Stangen am Pferd fixiert ist. In den letzten Jahren ist jedoch auch das Trabreiten (courses au trot monté) bzw. Trabrennen „unter dem Sattel“ verstärkt in Mode gekommen: War es zunächst nur auf französischen Rennbahnen üblich, verzichten mittlerweile auch immer mehr Reiter in Deutschland und Österreich auf den Sulky.

Besonderheiten bei Trabrennen

Trabrennen unterscheiden sich von Galopprennen nicht nur dahingehend, dass eine bestimmte Gangart vorgeschrieben ist und Sulkys zum Einsatz kommen. Auch im Hinblick auf den Ablauf und die Rennen selbst gibt es zum Teil deutliche Unterschiede. So finden Trabrennen in den USA in der Regel nur über die Distanz von 1 Meile statt, in Europa variieren die Distanzen zwischen 1.600 und 2.300 Metern. Je nach Distanz spricht man hier von Flieger-, Meiler- oder Steher-Rennen.

Auch im Trabsport ist das Handicap-System verbreitet, um Rennen und Wetten interessanter zu gestalten. Im Gegensatz zu Galopprennen werden die Handicaps bei Trabrennen aber auch durch einen Distanzausgleich zum Ausdruck gebracht. Das System ist ganz einfach: Je nach Startmethode starten die besten Pferde im Feld auf der eher ungünstigen Außenbahn oder aus der zweiten Reihe.

Apropos: Bei Trabrennen unterscheidet man generell zwischen zwei Startmethoden, dem Bänderstart und dem Autostart. Die Bezeichnung Autostart ist wörtlich zu nehmen: Vor den Pferden platziert sich ein Fahrzeug mit ausgebreiteten Gitterflügeln an einer bestimmten Marke, die Pferde nehmen ihre Bahn ein. Das Fahrzeug beschleunigt, nach einer gewissen Distanz ist das Rennen freigegeben und das Startfahrzeug beschleunigt mit zusammengeklappten Gittern stark, um den Weg für die Pferde freizumachen.

Beim Bänderstart wird das Rennen gestartet, indem beim Startsignal Gummibänder, die die Startfelder abtrennen, auf einer Seite gelöst werden. Der Vorteil besteht darin, dass in diesen Rennen Pferde mit sehr unterschiedlichen Leistungen und Startsummen gegeneinander antreten können - das bessere Pferd muss weiter hinten starten und den Vorsprung der anderen aufholen.

Regeln beim Trabrennsport

Das Reglement bei Trabrennen ist sehr streng - und kann entscheidend über Sieg oder Niederlage, Wettsieg oder Totalverlust bestimmen. Eine Disqualifikation droht zum Beispiel, wenn Pferde einspringen (Disqualifikation rot/dis Galopp) und wenn sie in eine unreine Gangart oder in die Gangart Pass (Disqualifikation blau/unreine Gangart) verfallen.

Strafen drohen z.B. auch bei unkorrektem Fahren im Einlauf, zu häufigem Gebrauch der Peitsche, bei vorschriftswidrigem Erstatten einer Beschwerde oder Behinderung eines Konkurrenten. Grobe Verstöße können sogar zum Ausschluss auf Zeit führen.

Generell ist festzustellen, dass auf Europas Rennbahnen härter bestraft wird als in den USA. Ein Gangartfehler z.B. führt in Europa zur Disqualifikation - in den USA wird das Pferd lediglich einen Platz zurückgestuft.

Die wichtigsten Trabrennen des Jahres

Das wichtigste und berühmteste Trabrennen der Welt ist der Prix d’Amérique: Jedes Jahr am letzten Sonntag im Januar trifft die Traber-Elite in Paris-Vincennes zur inoffiziellen Weltmeisterschaft der Traber zusammen. Prestige und Gewinnsummen sind enorm - ebenso wie die Wettmöglichkeiten.

Da Trabrennen auf Sand oder Gras ausgetragen werden, können sie im Gegensatz zu Galopprennen das ganze Jahr über stattfinden. Dementsprechend groß ist die Auswahl an interessanten Rennen im In- und Ausland. Ein Klassiker des Trab-Rennsports ist beispielsweise der Gran Premio della Lotteria Nazionale, der alljährlich am ersten Mai-Sonntag in Agnano ausgetragen wird.

Ebenso wie beispielsweise das Rex Rodneys Aerespris (Forus/Norwegen) im Juli, das Hambletonian (Meadowlands/USA) im August und das Svenskt Trav Derby (Jägersro/Schweden) im September. Zu den Top-Rennen des Jahres zählen darüber hinaus auch das Nat Ray (New Jersey/USA) und der Trot Mondial (Montréal/Kanada).

Das wichtigste deutsche Trabrennen ist das Deutsche Traber-Derby, das alljährlich Ende Juli/Anfang August auf der Trabrennbahn Mariendorf bei Berlin stattfindet. 

 

 

 
Die besten Pferdewettenanbieter Bonus  
100 % bis 100 €
100 % bis 100 €
100 % bis 100 €

 

Top-Anbieter im Vergleich